Entstehung


Die Palliative Atemtherapie wurde 1996 durch meine Mitarbeit als Hospizhelferin und Pflegeaushilfe im Team der Palliativstation eher zufällig entdeckt.

In der Pflege der Patienten flossen Elemente der Atemtherapie natürlicherweise mit hinein und wir sahen, wie gut die Patienten darauf ansprachen. Patienten mit Angst, Unruhe und Atemnot profitierten besonders von den atemunterstützenden Berührungen, die beruhigend, ausgleichend und erleichternd wirkten.

1996 engagierte das Leitungsteam des Hauses mich als freiberufliche Atemtherapeutin/Heilpraktikerin zur Mitarbeit im Team. Die Palliativstation Johannes von Gott am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder war somit die bundesweit erste Einrichtung, die ihr interdisziplinäres Team durch eine Atemtherapeutin erweiterte. (Eine Musik- und Kunsttherapeutin gab es bereits.)

Inzwischen arbeite ich dort im 14. Jahr. Seit der Eröffnung des Johanneshospizes im September 2004 betreue ich auch die Patienten/Gäste dort.

Das Beispiel meiner Einrichtung hat Schule gemacht. In den Palliativstationen, Hospizen und auch im ambulanten Bereich sind heute bundesweit, ca. 30-40 Atemtherapeutinnen tätig. Aus dem Arbeitskreis der in München tätigen palliativen Atemtherapeutinnen hat sich inzwischen ein aktives überregionales Netzwerk entwickelt, das uns in unserer Arbeit unterstützt.

Um die Ausrichtung und Nähe meiner Arbeit zur Palliativmedizin und zur Palliativpflege aufzuzeigen, bezeichne ich sie seit 2002 als Palliative Atemtherapie. Palliare (lateinisch) bedeutet wörtlich: den Mantel um jemanden legen, das heißt im übertragenen Sinn: Jemanden umhüllen und seine Beschwerden lindern.



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