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Die Erfahrung in der Palliativstation und im Hospiz hat gezeigt, dass die Palliative Atemtherapie für alle Patienten (mit individuellen Ausnahmen) wohltuend und verträglich ist. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Sie hat ein breites Anwendungsspektrum, besonders indiziert ist sie jedoch für Patienten mit Atemproblemen, Atemnot und Atemnotattacken, Husten, bei Schmerzen, Unruhe und Angst. Darüber hinaus erleichtert sie Übelkeit, Lymphstauungen, Verspannungen, Liegeschmerzen und Bewegungseinschränkungen. |
Wenn die Belange des Körpers gelindert sind entstehen Inseln des Wohlgefühls. (Aussage eines Patienten) Dies zu entdecken ist für schwerkranke Menschen sehr erleichternd. Sie erfahren sich damit nicht mehr als ausschließlich schwach und hinfällig, sondern angenehm berührt.
Weniger geeignet ist die Palliative Atemtherapie für sehr berührungsempfindliche Menschen mit bestimmten neurasthenischen Schmerzzuständen und für Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. Aus diesem Grund beachte ich sorgfältig Signale der Ambivalenz und Überforderung (auch bei mir selbst) und respektiere immer auch ein Nein zur Behandlung.
Ganz individuell verschieden erleben die Patienten die Behandlung. Ich lasse sie selbst sprechen:
Ich fühle mich gut, angenehm, leichter, schwerer, ich fühle mich rund, ich fühle mein Bein wieder, ich kann meinen Atem spüren! mein Atem ist weniger anstrengend, tiefer, leichter, ich fühle mich entspannt, geborgen, wie in Gottes Hand, so möchte ich sterben".
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Letzte Änderung am 16.05.2010